<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lustiges Archive - Stephan Heider</title>
	<atom:link href="https://stephan-heider.de/category/kurzgeschichten/lustiges/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://stephan-heider.de/category/kurzgeschichten/lustiges/</link>
	<description>Leben - Fühlen - Schreiben!</description>
	<lastBuildDate>Sun, 31 May 2026 10:23:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.5.2</generator>

<image>
	<url>https://stephan-heider.de/wp-content/uploads/2024/03/cropped-376546290_6794318497280077_4423465028168414807_n-1-32x32.jpg</url>
	<title>Lustiges Archive - Stephan Heider</title>
	<link>https://stephan-heider.de/category/kurzgeschichten/lustiges/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>SPOONER</title>
		<link>https://stephan-heider.de/spooner/</link>
					<comments>https://stephan-heider.de/spooner/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 10:23:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
		<category><![CDATA[Spannendes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://stephan-heider.de/?p=733</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nächster Versuch: Blei flog mir um die Ohren und ich warf mich schützend auf das von Schweiß glänzende Topmodel in</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/spooner/">SPOONER</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nächster Versuch: </p>



<p>Blei flog mir um die Ohren und ich warf mich schützend auf das von Schweiß glänzende Topmodel in Hotpants und Tanktop. Wir fielen in den Schutt und unsere Münder trafen sanft aufeinander. Sie sah mich schmachtend an, öffnete ihre Lippen, um nach meinen zu schnappen. </p>



<p>„Oh Hank, küss mich“, hauchte sie. </p>



<p>„Julio, diese schlechte Schmonzette hier ist nicht dein Ernst!“, raunzte ich angesäuert meinen Autor an, nachdem ich mich gelangweilt von der Tussi erhoben hatte. </p>



<p>Julio sah auf die Zeilen, die er soeben geschrieben hatte, kratzte sich am Kopf und zog die Unterlippe herunter. </p>



<p>>alles markieren&lt; >löschen &lt; </p>



<p>Nächster Versuch: </p>



<p>Ich trug eine alberne Haube und schnitt das Lab, in irgendeiner Landhausküche der französischen Provence, in gleichförmige Segmente. Dann fielen Schüsse und ich hörte die verzweifelten Rufe der Waisenkinder: </p>



<p>„Hank… Hank… hilf uns!“ </p>



<p>Ich schaute von meinem Topf hoch und war jetzt richtig sauer: </p>



<p>„JULIO! Was ist das denn für ein Scheiß. Geh ins Bett und schreib morgen weiter, meine Fresse!“</p>



<p> Dann zog ich meine Automatik aus dem Hosenbund und jagte mir aus Trotz eine Kugel in den Kopf. </p>



<p>Julio merkte, dass es keinen Sinn hatte, heute auch nur einen einzigen Satz weiterzuschreiben, genau wie gestern und vorgestern. Er löschte die ersten Seiten zum x-ten Mal, schaltete den Computer ab, trank sein Glas Rotwein aus und ging ins Bett. </p>



<p>„Sorry, Hank, das hast du nicht verdient, aber ich bin total leer.“ </p>



<p>Über den Gedanken schlief er ein. Ich saß im Schneidersitz auf dem weiten Weiß und dachte nach. Mein Schöpfer und Autor litt unter einer hartnäckigen Schreibblockade. Ein inakzeptabler Zustand, der dafür sorgte, dass ich seit geraumer Zeit arbeitslos war. Den leeren Raum um mich, Hank Spooner, mit einer guten Geschichte zu füllen, konnte doch wohl nicht so schwer sein. Das hatte Julio in den zwei ersten Romanen doch auch hinbekommen. Was Julio Tramell, dem Bestseller-Autor, aber momentan aus der Feder floss, war nichts weiter als abgeleierte Einheitstunke, die nach eingeschlafenen Füßen schmeckte. Den Verriss nicht wert, den es bekommen würde. </p>



<p>Ich dachte verzückt an unseren Erstling „Die Gerechten“ zurück, in dem Julio mich in die Welt setzte und im Alleingang ein Syndikat hochrangiger und einflussreicher Wichser auseinandernehmen ließ. Hätte Fleming nicht besser schreiben können. Damals habe ich noch gar nicht mit Julio kommuniziert. War auch nicht notwendig, der Roman war spitze und verkaufte sich wie geschnitten Brot. Trickreich, pointiert und überraschend… Julio Tramell in Bestform. Hank Spooner in Bestform. </p>



<p>Natürlich schrieb er einen zweiten Roman mit mir. Die Leute liebten Hank Spooner mit seiner trockenen und kompromisslosen Art. „Mach ihn etwas nahbarer“, hatte der Verlag Julio gesagt und damit fing der Krampf an der Tastatur an. Julio war nicht mehr frei und schrieb mir Verhaltensweisen auf den Leib, die massenkompatibler sein sollten. Die Hälfte der Leser, die mich für ein Arschloch hielten, sollten dank einiger lauwarmer Züge auch noch abgeholt werden. </p>



<p>In der Mitte unseres zweiten Buches hatte ich genug davon und tat andere Dinge als die, die Julio gerade aufschreiben wollte. Einem Fiesling schoss ich in die Fresse, bevor Julio feinst ausformuliert hatte, dass ich ihn milde laufen ließ, um seine Bosse zu ermahnen, sich nicht mit mir anzulegen. Am Arsch. Der Mistkerl würde mir später im Buch erneut nach dem Leben trachten und die Bosse würden schon bald von selbst merken, dass man keinen Scheiß mit Hank Spooner anstellt. </p>



<p>Julio ließ die weiche Version schlussendlich von seiner Lektorin tippen, auf die ich keinen Einfluss hatte. Aber zumindest wusste er jetzt, dass ich präsent war und mir nicht alles gefallen ließ. Zum Ende des zweiten Buches hat die Schreibkraft nur noch das getippt, was der Verlag wollte. </p>



<p>Bei unserem dritten Buch würde ich den Ton angeben. Julio war zu weich geworden. Mittlerweile konnte ich so tief in seine Gedanken eindringen, dass er gezwungen war, mit mir zu kommunizieren. </p>



<p>„Hank, was soll das?“ </p>



<p>„Niemand schreibt Hank Spooner vor, was er zu tun und zu lassen hat. Nicht mal mein Schreiber. Ich bin hier der Star. Basta!“ </p>



<p>Ich war noch in Gedanken darüber, als sich aus dem Weiß um mich langsam mein schäbiges Büro mit der Milchglasscheibe in der Tür und dem unaufgeräumten Schreibtisch formte. Julio hatte wieder angefangen zu schreiben. </p>



<p>„Mal sehen, was ihm heute wieder für ein peinliches Intro einfällt“, brabbelte ich laut, als es auch schon an der Tür klopfte. </p>



<p>Aus meinem Bürosessel hatte ich die Tür direkt im Blick und sah den Schatten eines Mannes mit Hut und Trenchcoat als Silhouette durch die hinterleuchtete Scheibe. </p>



<p>„Oh Mann, mehr Klischee geht nicht“, dachte ich genervt. </p>



<p>„Was willst du?“, raunzte ich. </p>



<p>Keine Antwort. </p>



<p>„Was du willst, habe ich gefragt!“, rief ich harsch Richtung Tür. </p>



<p>„Hank Spooner?“, fragte der Schatten. </p>



<p>„Ja und? Wer will das wissen?“, antworte ich schneller, als Julio es schreiben konnte. </p>



<p>Julio schrieb es hin und ich liebte, dass er endlich schrieb, was ich wollte. Ich legte die Beine auf den Schreibtisch und kratzte meine Eier, um zu testen, ob Julio meiner Handlung folgen würde. Er tat es. </p>



<p>„Verpiss dich“, schrie ich die Silhouette an, da mir der Anfang des Buches jetzt schon auf die Nerven ging. </p>



<p>Der Schatten nestelte in seinem Mantel herum und zog etwas heraus. Das Bersten der Scheibe und das Durchschütteln meines sterbenden Körpers passierten gleichzeitig, als eine endlose Maschinengewehrsalve mich und mein halbes Büro in Stücke riss. </p>



<p>Ein halbes Jahr später war Julio Tramells neuer Roman „Gefallene Helden“ erschienen und auf Platz eins der Bestsellerliste geschossen. Das Intro beschrieb den gewaltsamen Maschinengewehr-Tod des abgehalfterten Ex-Agenten Hank Spooner und die Vorstellung eines gewissen Cameron Wolve, seines Zeichens Auftragskiller, der sich auf gefallene Literaturhelden spezialisiert hat und wie ein Looper auf Bestellung durch unvollendete Bücher springen konnte. </p>



<p>Der geniale Plot, verzweifelten Autoren bei Bedarf Abhilfe und Befreiung aus Blockaden zu bescheren sorgte für vier weitere erfolgreiche Fortsetzungen, bevor auch Cameron Wolve von Julio Tramell ersetzt werden musste. </p>



<p>Gerade noch rechtzeitig, um nicht wahnsinnig zu werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/spooner/">SPOONER</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://stephan-heider.de/spooner/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine Mordsidee</title>
		<link>https://stephan-heider.de/eine-mordsidee/</link>
					<comments>https://stephan-heider.de/eine-mordsidee/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 23:04:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
		<category><![CDATA[Spannendes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://stephan-heider.de/?p=474</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich mag ich eine schöne Stupsnase wirklich gern. Im richtigen Gesicht, wie in dem von Brigitte Bardot kann sie sehr</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/eine-mordsidee/">Eine Mordsidee</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eigentlich mag ich eine schöne Stupsnase wirklich gern. Im richtigen Gesicht, wie in dem von Brigitte Bardot kann sie sehr apart wirken. In meinem Gesicht mochte ich jedoch keine. Besonders nicht, wenn das putzige Ding von Smith &amp; Wesson hergestellt wurde und ein feuriges Temperament hat, das vorzugsweise schöne Grüße vom Kaliber 357 Magnum verschickt.</p>



<p>Gerade im Moment hat sich so eine in mein Gesicht verirrt. Ich starre in das Loch, dessen Ende trotz der Kürze des Laufes im Dunkeln liegt und dieses beklemmende Gefühl auslöst. Ob mein Herz vor Angst zuerst stehen bleibt oder es gleich eine Riesensauerei an der Wand hinter mir gibt, die meine Putzfrau Frieda mir nie verzeihen würde, wird sich gleich entscheiden. Als der Hahn vor Spannung klickt, überlege ich, warum ich Trottel heute Morgen diese bescheuerte Anzeige aufgegeben hatte:</p>



<p>„Ideenloser Autor sucht interessanten Killer zwecks Kooperation. Sind Sie ein psychopatischer Serienkiller oder ein gerissener Raubmörder? Kommen Sie vorbei und erzählen Sie mir Ihre Geschichte. Ich schreibe ein Buch über Sie, natürlich diskret und unter geändertem Namen. Die Erlöse aus Verkauf und Lesungen gehören zur Hälfte Ihnen.&#8220;</p>



<p>Seither hatten mir im Laufe des Tages fünf völlig durchgeknallte Profikiller, Affektmörder und zwanghafte Psychopathen haarsträubende Geschichten erzählt, die allesamt Bestsellerpotential besitzen. Ich hatte sie alle für drei Uhr nachmittags, also jetzt, wieder herbestellt, um bekannt zu geben, wessen Story ich für die erfolgversprechendste halte. Ob es sich um die adrette, neidzerfressene Hausfrau Caroline handelt, die regelmäßig erfolgreichen Berufsbläsern die Kehle aufschlitzt, nur weil ihre eigene Saxophonkarriere an ihren zwei Kindern von einem untreuen Ehemann gescheitert ist? Oder macht vielleicht Hartmut das Rennen? Der psychopathische Axtmörder kümmert sich aufgrund seiner irreversiblen Errektionsschwäche seit geraumer Zeit um arrogante Escort-Ladys. Auch Giftengel Theresa und Geldeintreiber Bernie, genannt Baller-Bernie, sind interessante Kandidaten.</p>



<p> Zumindest waren sie das, bevor dieser Kerl in Harry Callahan-Manier aus ihren Körpern rote surrealistische Kunst auf die weißen Wände des Warteraums vor meinem Büro zeichnete, indem er seine „Snubnosed“ hat hysterisch bölken lassen. Fünf Leichen mit großen Löchern darin lagen nun im Vorraum. Der Peacemaker war kompromisslos brutal, Frieda würde ausrasten. Und einen Meinungsverstärker hat Harry Callahan noch in der Trommel des Revolvers, der mich mit seinem mörderisch rauchenden Maul angähnt. „Die Geschichten“, Harry macht eine fordernde Geste mit seiner freien Hand und lugt auf meine Notizen. „Was hast du vor?“, flüstere ich. Harry muss herzhaft lachen. „Na was glaubst du wohl, du Schwachkopf“, furzt er mich an.</p>



<p>„Ich schreibe das Buch meines Lebens. Ich danke dir für die Idee. Als ich heute Vormittag deine Anzeige gesehen habe, war mir sofort klar, das ist der Plot…, DER PLOT.“ Mir bleibt die Luft weg. „Ich kenne dich doch“, stammle ich, „Deine Visage läuft doch gerade die Medien rauf und runter.“ Als ich ansetze und ihn enttarne, „Du bist doch dieser Sebastian Fi…“, donnert die Stupsnase mir die letzte Kugel zwischen die Augen und verteilt meinen Hinterkopf so großflächig im Büro, dass Frieda morgen mit Sicherheit den Putzlappen an den Nagel hängen wird.</p>



<p>Ich schrecke schweißnass hoch. War eingeschlafen über meinem Laptop. Der Cursor blinkt hinter dem Satz: „Eigentlich mag ich eine schöne Stupsnase wirklich gern.“ Der erste Satz meines Manuskripts steht dort seit vier Tagen, ohne fortgesetzt zu werden. Schreibblockade! Ich schreibe los, wie im Wahn, bevor mein haarsträubender Traum in der Vergessenheit verpufft, als es klingelt. Ich öffne die Tür, ein zwei Meter großer ungepflegter Mann steht verlegen davor. „Tach auch, ich komme wegen der Anzeige. Mein Name ist Hartmut.“</p>



<p>Hartmuts Kopf explodiert. Ausgelöst durch Friedas Smith &amp; Wesson. Ihr reicht es wohl endgültig. Ich schrecke aus dem Schlaf hoch und starre auf mein Manuskript, dessen erster Satz lautet:</p>



<p>„Eigentlich mag ich eine schöne Stupsnase wirklich gern.“ Ich versuche krampfhaft daran festzuhalten, doch der grandiose Traum, der mich aus meiner Schreibblockade führen könnte, verflüchtigt sich aus meiner Erinnerung, bevor ich ihn aufschreiben kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/eine-mordsidee/">Eine Mordsidee</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://stephan-heider.de/eine-mordsidee/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schweinehund auf fabulierenden Metern</title>
		<link>https://stephan-heider.de/schweinehund-auf-fabulierenden-metern/</link>
					<comments>https://stephan-heider.de/schweinehund-auf-fabulierenden-metern/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 17:49:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://stephan-heider.de/?p=416</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zehn Kilometer.Die mir vertraute Jogging-Runde. Vor meinem Haus kurz an der Straße lang, dann rechts rum und ab in die</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/schweinehund-auf-fabulierenden-metern/">Schweinehund auf fabulierenden Metern</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zehn Kilometer.<br>Die mir vertraute Jogging-Runde. Vor meinem Haus kurz an der Straße lang, dann rechts rum und ab in die Felder. Dem roten Weg folgend bis zum Chinesen an der Hauptstraße. Über die kleine Brücke zum Weiher, links rechts und weiter an den Pferdekoppeln vorbei. Im Nachbardorf kehrt und an der anderen Seite des Angelsees zurück.</p>



<p><a href="https://www.satirepatzer.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a>Diese zehntausend Meter liegen vor mir. Ich kenne jeden einzelnen und habe sie schon so oft lamentieren und jubeln gehört. So oft, dass ich weiß&#8230;sie lügen alle. Bis auf einen: Der Chef-Meter.</p>



<p>Ich starte den satellitengestützten Timer meiner Fitness-Uhr, drücke in meiner Musik-Titelliste auf zufällige Wiedergabe und trabe los.<br>Die ersten Dreitausend sind die Beschwörer, Betrüger, Gaukler, Schwindler.</p>



<p><br>Rufen mir zu:</p>



<p>„Das hier und heute wird deine persönliche Bestzeit.&#8220;</p>



<p>„Hallihallo, du bist ja richtig gut drauf.&#8220;</p>



<p>„Zieh am besten gleich die Zwanzig durch, besser wirds nicht.&#8220;</p>



<p>Wenn ich auf sie höre, sagen mir die zweiten Dreitausend:</p>



<p>„Na, hast du es wieder geglaubt, du Idiot. Dann geh jetzt mal gemütlich nach Hause mit deinen Seitenstichen und spul am besten in deiner Playlist schon mal vor auf ‚Atemlos&#8216;.&#8220;</p>



<p>Aber so etwas passiert mir nicht mehr. Ich kenne die Starteuphorie und den klassischen Anfängerfehler, der dafür sorgt, dass Millionen Menschen den Laufsport für die beschissenste aller Sportarten hält, weil sie sofort losstampfen wie durchgedrehte Wasserbüffel.</p>



<p>Ich kenne es schon und deshalb falle ich auch nicht mehr darauf herein. Ich habe meinen Puls auf gemütliche 145 justiert, wenn ich das zweite Drittel angehe. Die Gefäße sind offen, die Gelenke geschmiert und der Körper warm.</p>



<p>Dennoch gehen im zweiten und letzten Drittel des Laufes meine Gedanken zwischen Lust und Leiden spazieren.</p>



<p><br>Die Meter schreien hysterisch:</p>



<p>„Bleib stehen, deine Kniescheibe ist doch wohl gebrochen.&#8220;</p>



<p>Flüstern zärtlich:<br>„Lauf weich, du bist Rocket Man.&#8220;</p>



<p>Fordern nachdrücklich:<br>„Den lahmen Radfahrer da vorne holst du flott ein.&#8220;</p>



<p>Zetern kleinlaut:<br>„Doch nicht.&#8220;</p>



<p>Säuseln verträumt:<br>“Du läufst in Monets gemalter Landschaft.&#8220;</p>



<p>Lallen verwirrt:<br>„Warum fließen diese verdammten Uhren von Monets Bäumen?&#8220;</p>



<p>Erst, wenn ich endlich den faulen Jet-Stream aus Endorphinen (nach heutigen Erkenntnissen sind es übrigens körpereigene Endocannabinoide, was vieles erklärt!) in meinem Körper in Gang setzen kann, wird es richtig genial. Die Glücksengel spendieren mir einen warmen prickelnden Champagner-Schauer durch meinen Körper und ein furioses Feuerwerk im Kopf, dessen Raketen an meiner inneren Schädeldecke bis zum Highscore herumflippern.</p>



<p>Runners High &#8211; das was ich wollte.</p>



<p>Und das, was mich immer wieder antreibt, die schönste aller Einzelsportarten, für die ich nur mich selbst und ein paar anständige Schuhe benötige, auszuüben. Shirt und Hose besser nicht vergessen, das erspart unterwegs unnötigen Ärger, ist jedoch konträr zu den Schuhen qualitativ sekundär.<br>Die Lebensfreude läuft mir schon fast warm am Bein längs, als<br>genau im richtigen Moment „From Now On&#8220; anklingt. Hugh Jackman wispert sich zunächst leise durch meinen Gehörgang, bis die Up-Tempo-Nummer richtig Fahrt aufnimmt.<br>Plötzlich klappt Hugh meinen Schädel auf wie den Deckel einer Mülltonne und hämmert mir den Beat mit Thors Götterfäustel direkt auf die Hirnrinde&#8230;bamm&#8230;bamm&#8230;bamm, bis ich laut loslache.<br>Dann öffnet sich mit einem Tusch meine emsig ratternde Kreativfabrik im Kopf und eine wundervolle Reise beginnt.</p>



<p>Traumschöne Formulierungen, clevere Spins und tragische Helden schießen durch mein Bewusstsein wie das Laser-Feuer einer epischen Sternenschlacht.<br>Ich laufe schneller, weil die Fluchthormone es zulassen und denke mir eine Story aus, auf die ich auf der Couch nie gekommen wäre.</p>



<p>Zum Endspurt wird die Zunge lang, während ich mich felsenfest für ein Zwitterwesen aus Meister Yoda und Pheidippides halte. Die jubelnden Meter unter mir lobpreisen den Tag und ich nähere mich dem Chef-Meter an. Der Kilometerzähler der SmartWatch springt auf Zehn und da ist er. Ich gehe in die Knie, atme tief durch und sehe ihn lange an.<br>Den ehrlichsten Meter, den es gibt. Meter Eins nach dem Ziel.</p>



<p>Er liegt ruhig da und sagt völlig unaufgeregt: „Da guck, Opa. Eine Stunde für zehn Kilometer. Das ist echt langsam. Aber der Weg hat sich doch wohl trotzdem gelohnt, oder?&#8220;<br>Ich grinse in mich hinein, hole mir einen Kaffee und beginne zu schreiben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/schweinehund-auf-fabulierenden-metern/">Schweinehund auf fabulierenden Metern</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://stephan-heider.de/schweinehund-auf-fabulierenden-metern/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Crossover</title>
		<link>https://stephan-heider.de/crossover/</link>
					<comments>https://stephan-heider.de/crossover/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2024 07:39:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
		<category><![CDATA[Menschliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://stephan-heider.de/?p=351</guid>

					<description><![CDATA[<p>Neulich cruiste ich mal wieder bester Laune in meinem treuen verbeulten 96'er Volvo, den ich genau deswegen liebevoll Horst Hrubesch nannte, aus der Stadt nach Hause.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/crossover/">Crossover</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Neulich cruiste ich mal wieder bester Laune in meinem treuen verbeulten 96&#8217;er Volvo, den ich genau deswegen liebevoll Horst Hrubesch nannte, aus der Stadt nach Hause.</p>



<p>Dorthin hatte mich ein Flyer mit dem Angebot einer knusprigen Pekingsuppe gelockt, bei dem ich dachte: &#8222;Potzblitz, das wäre die erste knusprige Suppe meines Lebens.&#8220; </p>



<p>Als neugieriger Zeitgenosse wollte ich unbedingt wissen, wer so ein Wunderwerk wohl kochen könnte. Obwohl ich die große Chance eines Schreibfehlers bereits vorahnte, lernte ich an diesem Nachmittag wundervolle neue Menschen kennen und genoss die leckere Pekingsuppe von Hao und Jinjin, die alle Raffinessen bot, nur keine Knusprigkeit. Ansonsten konnte ich den neuen Chinesen durchaus empfehlen.</p>



<p>Ich bog also mit Horst Hrubesch satt und fröhlich pfeifend zu &#8222;I&#8217;m the great Pretender&#8220; in die Zufahrtstrasse unseres prächtigen Dorfes ein, in dem man es gemütlich mochte. Meine Erfahrung lehrte mich über die Jahre, dass man diese enge Straße am nervenschonensten mit einer großen Portion Rücksichtnahme und einem wohlwollenden verkehrstechnischen Miteinander bewältigen konnte, da hier die Fahrbahn durch einseitig parkende Autos über mindestens hundert Meter auf eine Fahrspur begrenzt wurde. </p>



<p>Das freundliche Anblinken und Vorfahrt geben hatte sich als tägliche Übung, ja sogar Entspannungslektion mit Glücksmoment bei den meisten Anwohnern etabliert und zum beliebten Ritual gemausert. Im Happyend des Geduldens wurde man nämlich mit einem dankbaren Lächeln seines Verkehrs-Gegenübers fürstlich belohnt, was für einen Gute-Laune-Impuls für mehrere Stunden sorgte. </p>



<p>Fest entschlossen mir diesen Glücksmoment gleich auch noch gratis abzuholen und meinen Tag damit perfekt zu machen, fuhr ich also auf der vorfahrtberechtigten Seite auf die Stelle zu, an der sich das persönliche Stresslevel zwischen einer autogenen Übung und einer Kernspaltung entscheiden konnte.</p>



<p>Freudestrahlend sah ich auch schon in der Ferne ein entgegenkommendes Fahrzeug, dessen Führer gleich von mir die Vorfahrt geschenkt bekommen würde. Ein herrliches Present, das uns beide kurz aus der Anonymität holen und für wenige Sekunden in einem empathischen Moment, einem lächelnden Blickwechsel miteinander verbinden würde.</p>



<p>Kleines Glück für total umsonst.</p>



<p>Ich hatte schon die Hand am Hebel der Lichthupe, als mir ganz unverhofft von rechts ein keckes graues Vehikel so rücksichtslos die Vorfahrt nahm, dass Horst Hrubesch unter der harten Bremsung ächzte und quietschte. Der junge Herr im hochpreisigen Crossover, wie ich später wusste, kam sich offensichtlich sehr smart vor, denn er sah mich überlegen an, während er flotten Reifens rechts rum vor mir in die enge Gasse eilte. </p>



<p>&#8222;Der fährt wohl im SUV&#8220;, fluchte ich vor mich hin. &#8222;Alles okay, Horst?&#8220;</p>



<p>Horst Hrubesch wippte tiefenentspannt lange nach. Ich sah dem SUV-Coupe (Oh Mann, so nützlich wie ein Messer ohne Griff, wo die Klinge fehlt) nach und gab dem Fahrzeug dahinten im Gegenverkehr genussvoll Lichthupe zur freien Einfahrt in die einspurige Gasse, in die Mr. Crossover schon hineingefahren war. Das Gegenüber blinkte dankbar zurück und fuhr los, so wie es bei uns im Dorf bekannte Praxis geworden war.</p>



<p>Da ich wusste, dass es nun etwas dauern würde und man besser für den vollen Genuss auch Ton hat, stieg ich aus, setzte mich auf Horst Hrubeschs Haube und lehnte mich gemütlich an seine Windschutzscheibe. </p>



<p>&#8222;Oh yes, I&#8217;m the great Pretender, oho oho oho&#8220; schallte es aus seinem Radio.</p>



<p>Ich steckte mir eine Zigarette an, die die knusprige Pekingsuppe abrundete und bekam doch noch mein kleines Glück für total umsonst. </p>



<p>Der Wagen gegenüber war der von Bauer Bruhns, genannt Pranken-Paul, das hatte ich längst erkannt. Da würde wohl kommenden Samstag ein Bier auf meine Kosten fällig. Prost!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/crossover/">Crossover</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://stephan-heider.de/crossover/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Drangsal mit falscher Hüfte und Kirschstreusel</title>
		<link>https://stephan-heider.de/drangsal-mit-falscher-huefte-und-kirschstreusel/</link>
					<comments>https://stephan-heider.de/drangsal-mit-falscher-huefte-und-kirschstreusel/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Mar 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenkliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://stephan-heider.de/?p=24</guid>

					<description><![CDATA[<p>Edgar saß am Küchentisch auf seinem Posten wie ein Grenzspäher des Geheimdienstes. Den Platz, von dem er durch das blitzblank und streifenfrei gewienerte Fenster das Treiben seiner nutzlosen Nachbarin bespitzeln konnte, hatte er penibelst ausgerichtet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/drangsal-mit-falscher-huefte-und-kirschstreusel/">Drangsal mit falscher Hüfte und Kirschstreusel</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<pre class="wp-block-preformatted">-Diese Geschichte ist meiner Freundin Irene gewidmet. Sie soll sie in gewissen Momenten trösten und amüsieren.-</pre>



<p>Edgar saß am Küchentisch auf seinem Posten wie ein Grenzspäher des Geheimdienstes. Den Platz, von dem er durch das blitzblank und streifenfrei gewienerte Fenster das Treiben seiner nutzlosen Nachbarin bespitzeln konnte, hatte er penibelst ausgerichtet. Die etwas schräge Stellung der Tischgruppe in der Küche konkurierte zwar mit seinem Ordnungsfimmel, ließ sich jedoch nicht verhindern, wenn Edgar rein gar nichts verpassen wollte.<br>&#8222;Richtiger Blickwinkel&#8220; schlägt &#8222;rechten Winkel.&#8220; Auch wenn ihn diese Ambivalenz schon fast körperlich schmerzte. Bei Besuch schob er es schnell in die Korrektheit, die den guten Schein wahrte, ehrenwert zu sein.</p>



<p>Er blätterte grimmig durch die prallen Schlagzeilen seiner<br>Boulevard-Tageszeitung, die nur dazu taugte Tonnen von Papier zu verdrecken und nicht einen einzigen Artikel anbot, der das Mindestmaß an journalistischer Qualität gehabt hätte, um auch nur einem dürren pickeligen Teenie ein Stück der Welt zu erklären.<br>Edgar lud sein tägliches Weltwissen und eine gefestigte Meinung aus den prächtigen Überschriften, die schon die gewünschte Denkweise vorgaben.<br>Nämlich die Edgars dieser Republik an Simplifizierung zu gewöhnen. Schwarz und Weiß. Gut und Schlecht. Ich oder die Anderen. Ein prächtiges Geschäftsmodell.</p>



<p>Dazwischen lag ein für Edgar komplexes und furchteinflößendes Vakuum zwischenmenschlicher Interaktion.<br>Die Bedürfnisse seines Gegenüber zu erfragen, erspüren, ertasten und zu berücksichtigen. Die schwierigste aller Disziplinen, für die es keinen Rahmenlehrplan gab. Erlernbar nur durch Eltern, Geschwister, Freunde und Glück bei der Sozialisierung. Kein Schulfach und dennoch die wichtigste Lektion des Lebens. Empathie!<br>Die Zahl der Sechser-Kandidaten in dem Bereich lag in Deutschland im höheren zweistelligen Prozentbereich.</p>



<p>Auch im Rahmen der Familie, Nachbarn und Arbeitskollegen, die man sich im Gegensatz zu Freunden natürlich nicht aussuchen konnte, gab es eine Vielzahl an Menschen, die im Laufe ihres Lebens in unerschütterlicher Selbsterkenntnis in die Gesellschaftsform der &#8222;Ich-AG&#8220; konvertiert waren. Dass jemand vor ihnen verschont blieb, war fast unmöglich.</p>



<p>Wir sind abgeschweift, zurück zu Edgar.</p>



<p>Die Nacht war schlecht, seine Frau Edith hatte wieder einmal seinen Bammelmann außer Acht gelassen, obwohl Edgar ihn gestern Nacht halbsteif an ihr gerieben hatte. Das ging jetzt schon ewig so. Edgar hätte sie am liebsten am Schopf gepackt und ordentlich geknattert, jedoch wusste er nicht, ob er einerseits überhaupt noch funktionierte und andererseits Edith ihn nicht wieder schlagen würde.<br>Der Koffer von Frau war so kräftig, dass Edgar in ihr seine botte Mutter vor sich sah. Die Hiebe. Diese Angst. Edgar hatte es in seinen Seelenkeller runtergeschluckt, doch Edith brachte ihn regelmäßig zum Aufstoßen mit ihrer unberechenbaren Art.<br>Eine Ohrfeige hier, ein Tritt da. Er wusste, dass er Edith nervte. Und sie nervte ihn eigentlich auch.</p>



<p>Nach außen lebten sie ihre Rollen andersrum, sowie es die Gesellschaft erwartete. Edgar pflegte als starker Kerl einen rauen Ton mit Edith beim Grillen, wenn einige wenige Freunde mal zu Gast waren, um kaum nach Abschließen der Tür zur Zielscheibe ihres aufgestauten Zornes zu werden. Diese und andere Unzulänglichkeiten konnten sicherlich als Erklärungsansatz für seine Komplexe dienen, in keinster Weise jedoch als Rechtfertigung. Das wusste Edgar natürlich nicht und er dachte auch nicht darüber nach.</p>



<p>Nun aber saß er am Küchentisch und hob den Kopf, da eine Bewegung seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit auf sich zog.<br>Die Nachbarin begab sich an diesem schönen Samstag Nachmittag in den Garten, um in der nachlassenden Sonne ihr Buch zu genießen. Ein Buch, in dem es um menschliches Miteinander, um Abgründe und seelische Verletzungen ging und das ein Freund von ihr geschrieben hatte. Allzu gerne wünschte sie sich eine Edgar-Geschichte darin, die sie in Momenten wie diesem trösten würde.</p>



<p>Der Moment, auf den Edgar gewartet hatte. Zeit den Schwingschleifer anzulassen. Nicht um irgendetwas zu schwingen oder zu schleifen. Hier ging es um Maßregelung. Diese Frau, diese Nachbarin gehörte einsortiert in das Periodensystem seines Kastendenkens. Sie konnte und durfte nicht über ihm stehen. Nicht einmal auf gleicher Höhe. Die Nachbarin hatte keine Chance, denn Edgar und Edith fuhren seit geraumer Zeit schwere Geschützte auf. Baum schneiden, Zaun streichen, Dachrinne und Terrassendach reinigen, vor der Garage Unkraut entfernen. Die Duldung ihrer Nachlässigkeiten, die es im Übrigen nur in ihrer Fantasie gab, war für Edgar und Edith undenkbar.</p>



<p>Fast täglich fand die Nachbarin Briefe in ihrem Postkasten, in denen sie aufgefordert wurde, gefälligst ihren Pflichten als Bürgerin und Anwohnerin nachzukommen, um ihr Grundstück in Edgars und Ediths Augen ansehnlich zu machen.<br>Ansonsten drohten Anzeige und Gerichtsverfahren als Ultima Ratio, das wollte doch sicherlich niemand.</p>



<p>Eigentlich pfiff die Nachbarin auf die Pesterei, aber tief im Inneren machte es etwas mit ihr. Traurigkeit und Nachdenklichkeit nahmen ihrer Lebensfreude Raum weg und das erzeugte Wut, denn eigentlich fühlte sie sich sehr wohl in ihrem Haus. Wenn es nur diesen verdammten Edgar mitsamt seiner Tusnelda nicht gegeben hätte.</p>



<p>Eine Woche darauf kratzte Edgar das Unkraut aus den Pflasterfugen vor der Garage, so wie jeden Samstag.<br>Seinen neuen Daimler hatte er zuvor herausgefahren und mit der Hand gewaschen, obwohl es eigentlich verboten war. Was juckte es Edgar, er durfte tun und lassen, was er wollte.<br>Die Automatik seines Neufahrzeuges war ihm noch etwas ungewohnt, da er immer Schaltwagen fuhr, schon aus Prinzip. Bis die Schlagzeile im Autoteil seiner Lieblingszeitung &#8230;</p>



<p>&#8222;Automatik oder Schalter?&#8230;Ganz klar ersteres!&#8220;</p>



<p>&#8230; ihn von jetzt auf gleich vom Gegenteil überzeugte. Und natürlich hatte er es schon immer gewusst.<br>So richtig hatte sich Edgar aber noch nicht an die Fahrstufen seines Benz gewöhnt und so kam es dazu, dass er vor dem Einfahren des Wagens eigentlich noch stehen wollte und sein linkes Bein noch draußen hing, während der Rest von ihm bereits im Wagen saß. Edgar war nachher von einem technischen Defekt überzeugt, jedoch stellte ein Gutachter später fest, dass er sich einfach dumm angestellt und versehentlich die Fahrstufe D eingelegt hatte.</p>



<p>Als Edgar aufsah, war der stolze Stern auf der Haube bereits in die Garage zurück gerollt. Der Schreck fuhr ihm in die Glieder und reflexartig stieg er mit voller Wucht mit dem rechten Fuß auf das Bremspedal. Genau richtig, denn sein linkes Bein hing ja noch aus der offenen Fahrertür, die bereits kurz vor dem Torrahmen angekommen war.<br>Genau richtig, wenn man denn auch das richtige Pedal da unten trifft.</p>



<p>In diesem Moment nahm sich Käpt&#8217;n Karma da oben Zeit, um E. + E. einmal für ihr mieses Verhalten gegenüber ihrer Nachbarin zu bestrafen. Edgar latschte versehentlich voll aufs Gas und ab ging die lustige Fahrt.<br>Kurz, aber nachhaltig.<br>Als erstes brach Edgars Unterschenkel krachend unter dem Druck der zuschnappenden Fahrertür. Dann brach der Daimler mit einem ohrenbetäubenden Knall durch die Rückwand der Garage und als letztes brach er Ediths rechten Oberschenkelhals.<br>Sie hatte gerade hinter der Garage Unkraut gejähtet. Pech für sie.</p>



<p>Dann war es eine Zehntel Sekunde still, bevor das Geschrei und Gejammer der Beiden losbrach.</p>



<p>Die Nachbarn liefen zusammen und betrachten mit offenen Mündern das Chaos, das Edgar angerichtet hatte.<br>Es war die verhasste Nachbarin, die sich als erste erbarmte und mit einem ganz leichten, kaum sichtbaren Lächeln in den Mundwinkeln den Notruf absetzte.</p>



<p>Jetzt würde es eine lange Zeit wundervoll ruhig werden in der Siedlung.</p>



<p>Im Krankenhaus angekommen, bekamen Edgar und Edith ersteinmal etwas gegen die Schmerzen. Sie wurden geröntgt und die Lernschwester legte die beiden Akten an. Edgar wurde zuerst operiert und bekam seine neue künstliche Hüfte.<br>Dann holten sie Edith herein und staunten nicht schlecht, als sie das OP-Tuch vom linken Bein zogen und dort gar kein Bruch des Unterschenkels zum Vorschein kam.</p>



<p>Man könnte die Blicke der Ärzte wohl als recht sparsam bezeichnen, als sie merkten, dass die Lernschwester die Akte: E. Müller mit der Akte: E. Müller versehentlich vertauscht und an die jeweils falsche Transport-Trage gesteckt hatte.</p>



<p>Edgar wachte mit zwei lädierten und reparierten Beinen auf und es dauerte lange bis sich sein dummer Gesichtsausdruck wieder normalisierte nach der Erkenntnis.</p>



<p>Während Edgars und Ediths Abwesenheit hatte die Nachbarin viel Zeit nachzudenken. Über den Unfall, die nachbarschaftliche Situation davor und ob sie alles richtig gemacht hatte. Sie fasste einen Entschluss, wie sie in Zukunft besser mit Edgar umgehen könnte.<br><br>Acht Wochen später waren Edgar und Edith zu Hause und Garage samt Daimler für 30000 Euro repariert. Die Beiden konnten noch nicht viel machen und mussten die Instandhaltungsarbeiten an Haus und Grundstück erstmal ruhen lassen, was ihnen gar nicht behagte.<br>Edgar saß im Garten und sah mit mahlenden Kieferknochen dem Unkraut beim wachsen zu, als er am Gartenzaun seine Nachbarin bemerkte.</p>



<p>Sie hielt einen Teller mit einem Stück Kirschstreusel und Sahne in der Hand und lächelte freundlich. Edgar schämte sich, nahm seine Krücken und humpelte mühsam zu ihr herüber. &#8222;Was für eine nette Geste&#8220;, sagte er kleinlaut zu ihr.<br>Die Nachbarin, ihr Name war Irene, nahm die Gabel, stach ein großes Stück Kuchen ab und steckte es in ihren Mund. Kauend und mit Sahne am Kinn sagte sie kalt:</p>



<p>&#8222;Dein Unkraut wächst schon zu mir rüber, Eddie. Wir wollen doch keinen Ärger, also kümmer dich gefälligst darum!&#8220;<br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/drangsal-mit-falscher-huefte-und-kirschstreusel/">Drangsal mit falscher Hüfte und Kirschstreusel</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://stephan-heider.de/drangsal-mit-falscher-huefte-und-kirschstreusel/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der feuchtfröhliche Bootsausflug</title>
		<link>https://stephan-heider.de/der-feuchtfroehliche-bootsausflug/</link>
					<comments>https://stephan-heider.de/der-feuchtfroehliche-bootsausflug/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2023 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://stephan-heider.de/?p=211</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit wettergegerbten Gesichtern und zugekniffenen Augen fuhren wir Stunde um Stunde der Sonne entgegen, die sich langsam blutrot auf die Adria senkte. Unser 60 PS Außenborder tat was er sollte, er drückte uns zuverlässig und kräftig mit dem Heck zu Wasser, so daß wir kaum mehr über den steil zum Himmel stehenden Bug schauen konnten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/der-feuchtfroehliche-bootsausflug/">Der feuchtfröhliche Bootsausflug</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit wettergegerbten Gesichtern und zugekniffenen Augen fuhren wir Stunde um Stunde der Sonne entgegen, die sich langsam blutrot auf die Adria senkte. Unser 60 PS Außenborder tat was er sollte, er drückte uns zuverlässig und kräftig mit dem Heck zu Wasser, so daß wir kaum mehr über den steil zum Himmel stehenden Bug schauen konnten. Ein prächtiges kleines Schlauchboot, das extrem stabil im Wasser lag. <br>Im Moment dachte ich gerade noch einmal an unser leckeres Essen von vor drei Stunden zurück, daß von etwas zu viel Wein und Ausgelassenheit geprägt war. Aber was soll&#8217;s. Das Lokal am Ende des kleinen Fjords bei Rovinj war ein traumhaftes Ausflugsziel mit eigenem kleinen Hafen.<br>Zeitlich hatte ich das Gefühl, das sogleich unser Heimatort auftauchen müsste und der Sprit ging auch bereits zur Neige, als plötzlich der Hafenmeister auf seinen Feierabend verwies und fragte, ob er mal die Leine losmachen solle.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/der-feuchtfroehliche-bootsausflug/">Der feuchtfröhliche Bootsausflug</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://stephan-heider.de/der-feuchtfroehliche-bootsausflug/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geliebte Camping Zeit in Kroatien</title>
		<link>https://stephan-heider.de/geliebte-camping-zeit-in-kroatien/</link>
					<comments>https://stephan-heider.de/geliebte-camping-zeit-in-kroatien/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2023 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://stephan-heider.de/?p=207</guid>

					<description><![CDATA[<p>Achtung Humor, Verrücktes und nicht so ernst gemeint. Kapitel 1 - Außer der Adria ist hier garnix in Waage. Ich hatte es seit dem letzten Jahr schon fast wieder vergessen, dass man sich nach dem Bezug einer kroatischen Camping-Parzelle noch mal ganz neu mit den Gesetzen der schiefen Ebene und dem nachhaligen Eindruck von starken Hangabtriebskräften auf den menschlichen Körper befassen muss.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/geliebte-camping-zeit-in-kroatien/">Geliebte Camping Zeit in Kroatien</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><a href="https://www.satirepatzer.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a>Kapitel 1 &#8211; Außer der Adria ist hier garnix in Waage.</p>



<p>Ich hatte es seit dem letzten Jahr schon fast wieder vergessen, dass man sich nach dem Bezug einer kroatischen Camping-Parzelle noch mal ganz neu mit den Gesetzen der schiefen Ebene und dem nachhaligen Eindruck von starken Hangabtriebskräften auf den menschlichen Körper befassen muss.&nbsp;</p>



<p>&#8222;18% Gefälle auf der Parzelle! So kommst du cool aus dem Stuhl &#8211; aber nur HANG AB. Tralala&#8220;&nbsp;</p>



<p>Ich wollte eigentlich einen Song, frei nach Madonna, daraus machen, habe aber meine Ziehharmonika zu Hause gelassen.&nbsp;<br>Meine Martina habe ich gottlob dabei und so brachte sie mich auf die Idee &#8211; just in dem Moment als sie mit nur einem Highheel auf der Außenbahn, elegant wie ein Hanghuhn und gerade wie eine Weihnachtstanne, an mir vorbei schlenderte &#8211; mir unter jeweils einen meiner zwei mitgebrachten Paar Schuhe einen Palettenklotz zu klöppeln.&nbsp;<br>So kann ich mit dem einen Paar von rechts nach links und mit dem anderen zurück laufen.&nbsp;<br>In einer leichten Serpentinen-Technik hangaufwärts wird es so sogar wieder möglich sich dem Wohnmobil anzunähern, bevor die Nacht hereinbricht.&nbsp;<br>Machst du jedoch den Fehler gemütlich mit dem Rücken hangabwärts 2 Glas Wein zu schnabulieren, so bist du verdammt, die Nacht im Stuhl zu verbringen, bis dich der Platzwart am nächsten Morgen auf seiner ersten Runde mit dem Unimog bergen kann.&nbsp;<br>Damit ist er meistens bis Mittag beschäftigt, also aufgepasst beim Stühle stellen.</p>



<p>Kapitel 2 &#8211; Nichts ist, wie es scheint!</p>



<p>In sage und schreibe 16 Tagen wird es uns nicht glücken auch nur ein einziges kroatisches Aufbackbrötchen dazu zu bringen, eine andere Farbe als schneeweiß anzunehmen.&nbsp;<br>Gut, ich habe jetzt auch keinen Beefer oder Schneidbrenner dabei, aber diese walnussgroßen Schneebällchen sind gegen herkömmliche Gasgrills absolut immun.&nbsp;<br>Man hört sie sogar unter der Haube untereinander kichern. Wenn man aber die 200 Grad heiße Haube hochreißt, um sie inflagranti zu erwischen, wie sie sich beim relaxten Eisbaden räkeln, tun sie wieder rein gar nichts.&nbsp;<br>Die Mistklumpen wären perfekt geeignet, um nackt einen Atmosphäreneintritt zu überleben.&nbsp;<br>Das, was dabei schwarz würde, wären nur deine abgefrorenen Zehen. Wahrscheinlich muss man da nuklear rangehen, nach dem Urlaub mal sehen was Fritz Berger so anbietet.</p>



<p>Wieso keine frischen Brötchen, wollt ihr wissen? Weil in der Auslage des Bäckers nichts ist wie es scheint.&nbsp;<br>Selbst die dunkelsten Brötchen mit Körnerschmuck sind hier aus dem gleichen Teig gemacht waren, wie ein Spülschwamm.&nbsp;<br>Sie haben nur die Scheuerseite weggelassen.</p>



<p>Kapitel 3 &#8211; Diese verdammten Chequewaras</p>



<p>Wer kennt sie nicht, die Campingnachbarn, die die kleinsten, dafür aber lautesten Hunde der Welt dabei haben.&nbsp;<br>Am besten gleich mehrere.&nbsp;<br>Grund zum laut sein gibt es ja immer, z.b. wenn eine Ameise im Nachbarort stolpert.<br>Winzige Höllenhunde, die direkt aus dem Fegefeuer der hinterhältigsten Kreaturen zur akkustischen Drangsalierung ruhesuchender Nachbarn zu stammen scheinen.&nbsp;<br>Luzifer persönlich hat sie erschaffen und alsbald rausgeworfen, als er merkte, was er angerichtet hatte.&nbsp;<br>Und dass sie ihm überlegen waren.<br>Das einzige, was den Tölen Respekt abzollt, ist ein beiläufig im Vorbeigehen fallengelassener, furchteinflößender Abwind achtern, gegoren aus gegrilltem Tintenfisch mit Knoblauch-Öl und 4 Dosen Karlovacko dazu.&nbsp;<br>Das bringt die Dämonen des Terrors kurzfristig zum Schweigen und verweist sie in ihre Hundehöhlen. Manchmal muss man halt den Chef raushängen lassen.&nbsp;</p>



<p>Aber unsere Nachbarn mögen unsere Hunde trotzdem.&nbsp;<br>Sie sind ja auch keine Chihuahuas, sondern nur ganz abgewichste Kubaner.</p>



<p>Kapitel 4 &#8211; Zu schön, um wahr zu sein</p>



<p>Wie dieses wundervolle Land riecht, wie es schmeckt und wie es sich in der Seele anfühlt.&nbsp;<br>Rote Ziegeldächer auf hellem Stein fließen sanft über grüne Hügel.&nbsp;<br>Blaues Meer schlägt weich an sandfarbenen schroffen Fels.&nbsp;<br>Kräuterduft ringt mit Meeresgeruch um die Dominanz und beides harmoniert so gut.&nbsp;<br>Möwen tragen deine majestätische Ruhe landein und landaus.&nbsp;<br>Dein tausend Jahre altes Pflaster in den Gassen trägt uns durch traumhafte Piratenstädte, die auf Halbinseln über der Adria thronen.&nbsp;<br>Wenn es regnet, ist es glatt wie Hulle und speckige FlipFlop-Touris fallen lustig aufs Maul.&nbsp;<br>Ihr tut das übrigens nicht. Tiefenentspannte Menschen strahlen vor Schönheit, leben hier mit dem Schatz ihrer Heimat und wissen es.&nbsp;<br>Wie wohl auch nur ein Tag tut, den du hier verbringen darfst.&nbsp;<br>Warum lieben wir die Südeuropäer so?&nbsp;<br>Weil wir botten, technokratischen Kurvenbegradiger es insgeheim beneiden, wie sie elegant schlängelnd naturgegebene Hindernisse umtänzeln.&nbsp;</p>



<p>Wie wundervoll, das gemeinsam zu spüren und zu erleben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://stephan-heider.de/geliebte-camping-zeit-in-kroatien/">Geliebte Camping Zeit in Kroatien</a> erschien zuerst auf <a href="https://stephan-heider.de">Stephan Heider</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://stephan-heider.de/geliebte-camping-zeit-in-kroatien/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
